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Kunstschule von Trinidad

Trinidad wurde durch die Unesco zum Weltkulturerbe erklärt und ist ein visuelles Juwel. Den ehemaligen Reichtum verdankt die Stadt dem Aufstieg der Zuckerindustrie und der hier direkt am Meer ansässig gewesenen Zuckerrohrbarone im 18./19. Jahrhundert. Ein Ausflug in eben dieses Tal bestätigt auch die landschaftliche Schönheit mit den fast endlosen Zuckerrohrfeldern, macht aber auch klar, dass dieser Reichtum nur mit der gnadenlosen Ausbeutung der schwarzen, versklavten Zuckerrohrarbeiter überhaupt möglich wurde.

Ausserhalb des Stadtkerns befindet sich die Kunstschule von Trinidad. Im heutigen Ausstellungsraum der Schule wurden die Sklaven von den Zuckerrohrbaronen vermarktet, später wurde das Gelände für die Eisenbahnstation genutzt. Beim Besuch der Kunstschule merkt man auf Schritt und Tritt, dass der Ort eine bewegte Geschichte hat. Bei unserem ersten Besuch Ende der 90er Jahre lag die Schule buchstäblich in Ruinen. Fast überstieg es unsere Vorstellungen, wie hier angehende Maler ausgebildet werden können.

Umso grösser war unsere Überraschung zwei Jahre später. Eine Fata morgana, eine Metamorphose? Wir standen in der total sanierten Kunstschule mit sehr schönen Unterkünften für die Studierenden, einer grossen Mensa, Ateliers für die Studentinnen und Studenten, Computerraum und einer Bibliothek.

Mit den Professoren und dem Direktor der Schule verbindet uns eine langjährige Freundschaft. Die Kunstschule unterstützten wir mit einer Video- und einer digitalen Photokamera sowie mit Spezialmaterial. Nachdem die Bibliothek nach dem Umbau durch einen Wirbelsturm und Wassereinbruch leider schwer beschädigt wurde, sammeln wir Kunstbücher für die Bibliothek.

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